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Web 2.0-Anwendungen wie Facebook, Wikipedia, Flickr u.a. haben Hunderte Millionen Menschen in ihren Bann gezogen. Erstmals waren VerwenderInnen in der Lage, sich selbst technologische Fertigkeiten anzueignen, ohne dass dafür signifikante Summen für Schulung und Training ausgegeben werden mussten. Eine neue Kulturtechnik der Artikulation und des Teilens über elektronische Medien ist entstanden.
Betrunken im Netz…
Laut Wiesinger birgt jede Technologien Risiken und Gefahren, weshalb die Frage des Umgangs mit diesen Technologien in den Mittelpunkt rückt. Jugendliche haben dies teilweise schon gelernt und veröffentlichen ihre Inhalte zielgruppenspezifisch, indem sie beispielsweise über Listen in Facebook genau zuordnen, wer ihnen folgen darf. Für im Beruf stehende ist Reputation Management auch der eigenen Personen aber inzwischen ein muss. Social Recuiting-Unternehmen wie monster.com müssen die Digital Natives erreichen, zu diesem Zweck bietet monster.com die Möglichkeit personalisierter Profilen und beteiligt sich als Unternehmen auf den zielgruppenspezifisch relevanten Plattformen wie Facebook & Co. Es bleibt jedoch die Frage, inwieweit nicht vorhandene Dienste wie Monster durch neue Plattformen Konkurrenz bekommen. In den USA wird bereits jetzt eine beträchtliche Menge an KandiatInnen direkt über LinkedIn rekrutiert.
“Schicken sie uns bitte einen Bürstenabzug!”
Einen Digital Divide bei der Arbeitsmarktsuche gibt es nach Wiesinger in Österreich aufgrund der hohen Internet-Durchdringung nicht mehr. Die Zeiten, in denen sich UserInnen fragten, wie man ein Browser-Fenster schließt oder man Anfragen hört wie “Können Sie uns das bitte faxen?” oder “Schicken Sie uns bitte einen Bürstenabzug!“, sind vorbei. Grundlegende Internet und IT kenntnisse werden heute vorausgesetzt und sind nach Einschätzung von Wiesinger inzwischen bei den Arbeitssuchenden auch vorhanden.
Wir haben Angst!
Wie im Artikel über die Open Government Initiative berichtet wurde, hat die Administration von Präsident Barack Obama beschlossen, verstärkt Internet-Services für die US-amerikanischen Bevölkerung anzubieten. Es gibt bereits einige Projekte im Internet, die die Ziele des Open Government Memorandums umsetzen. Die verschiedenen Projekte versuchen Transparenz, Partizipation und Zusammenarbeit im Web 2.0 auszubauen.
Allen Portalen ist die Integration der UserInnen ein großes Anliegen. So wird versucht die Portale den Wünschen der UserInnen anzupassen, die die Webauftritte der Behörden aktiv mitgestalten können. Die ständige Überarbeitung der Websites und die Implemtierung neuer Tools soll die Usability steigern.
Detaillierte Berichte über die Entwicklung der verschiedenen Projekte werden in Zukunft in diesm Blog nachzulesen sein.
Transparenz
Informationen über Regionen, Bundesstaaten und die Bundesrepublik werden über die Plattform USA.gov bereitgestellt. Die Website bietet eine zentrale Anlaufstelle für Interessierte und versucht Informationen, die bisher in den Weiten des Internets verborgen waren, leicht zugänglich zu machen. „USA.gov’s objective is to provide a free service, enabling the global community to easily and rapidly find U.S. government information.” (USA.gov) Neben der englischen Version der Website existiert mit goberniero.USA.gov eine detaillierte Version in spanischer Sprache; für andere Sprachen gibt es Übersichtseiten, die allerdings oft zu englischsprachigen Websites führen.
Auch nach seinem Erfolg bei den Präsidentenwahlen 2008 waren für Barack Obama Online-Angebote für WählerInnen wichtig. „From the moment he became president-elect, Obama ensured that his administration would continue to collaborate with the online community that had been so instrumental in his election.” (Harfoush) Somit war eine seiner ersten Amtshandlungen die Unterzeichung der Open Government Initiative, um US-AmerikanerInnen in interaktive demokratische Prozesse zu involvieren.
Open Government Initiative
Am ersten Tag nach seinem Amtsantritt unterzeichnete Präsident Barack Obama das Memorandum on Transparency and Open Government, in dem er seine grundlegenden Vorstellungen über eine Erneuerung der US-amerikanischen Administration darlegt. Die Einbeziehung der US-amerikanischen Bevölkerung in politische Prozesse ist der neuen Administration ein großes Anliegen. Die drei Eckpunkte der Open Government Initiative bilden: Transparenz, Partizipation und Zusammenarbeit, wobei sich diese Bereiche oft überschneiden. “My Administration is committed to creating an unprecedented level of openness in Government. We will work together to ensure the public trust and establish a system of transparency, public participation, and collaboration. Openness will strengthen our democracy and promote efficiency and effectiveness in Government.” (Barack Obama, 21.1.2009) Dem Moto des Memorandums folgend, wurden mehrere Projekte von Seiten der Administration initiiert. (Open Government Innovation) Valerie Jarret spricht im folgenden Video über die neuen Grundsätze der US-Adminsitration.
Open Government Dialogue
Im Mai 2009 startete die Beteiligungsinitiative Open Government Dialogue, die mit Unterstützung der Bevölkerung Ideen und Vorschläge für einen transparenteren Staat sammelt. Eine Maxime des Open Government Dialogues ist, jeder Stimme Gehör zu verschaffen. Das Projekt gliedert sich in drei Phasen:
- Sammlung von Ideen, die von UserInnen bewertet werden.
- Die best bewerteten Ideen werden in der zweiten Phase diskutiert.
- BürgerInnen beteiligen sich beim Ausformulieren der in Phase zwei definierten Ideen.








