Inhalt:

  1. #sma Salzburg macht auf und OurSpace (Jochen Höfferer) – Jugend-Partizipation auf EU-Ebene (Florian Sedy)
  2. Siedler*innen von Cagran. (Joachim Hackl & Thomas Amann)
  3. Data Literacy (Thomas Thurner)

1. Jochen Höfferer: #sma Salzburg macht auf

IMG_9205Slot D 13:45 – 14:30 Die Stadt Salzburg bemüht sich unter dieser Initiative um mehr Offenheit, die unter anderem mit einem Livestream oder der Veröffentlichung von Amtsberichten (Beschlussakten) gewährleistet werden soll. Dabei ist schon im Vorfeld die Tagesordnung einsehbar, sodass BürgerInnen sich schon vorher informieren können, was beschlossen werden soll. Dieses Prinzip soll auf alle Beschlüsse erweitert werden, wobei aber das Datenschutzgesetz im Weg steht. Daher wurde ein Gutachten von einem Datenschutzexperten in Auftrag gegeben. Im Rahmen der StadtDialoge wurde das Problem Informationsgesetz thematisiert. Angelehnt an das Hamburger Transparenzgesetz und an die österreichische Plattform transparenzgesetz.at sollen alle Beschlussakten schon vor dem Beschluss veröffentlicht werden. Die Plattform #sma soll so eine offene Webplattform werden, die Transparenz bei politischen Entscheidungsprozessen in Salzburg fördert. Das umfassende Projekt soll mit Bezug zur Gemeinderatswahl am 9.3.2014 umgesetzt sein.

Die Session diskutierte Funktionen und Tools der Plattform mit den TeilnehmerInnen – frei nach dem Motto “wenn ich mir etwas wünschen könnte”, wie beispielsweise:

  • Rating-Funktionen für Vorschläge und andere Mitglieder
  • BürgerInnen können Anträge einbringen
  • Genügend Ressourcen von Seiten der Verwaltung (Moderationsmöglichkeit)

1. Florian Sedy: OurSpace – Jugend-Partizipation auf EU-Ebene

IMG_9210Slot D 13:45 – 14:30 Auf Joinourspace.eu können sich junge Menschen registrieren und mit PolitikerInnen über Themen diskutieren, Lösungsvorschläge einbringen und diese bewerten. Ziel der Plattform ist es, die Meinungen der Jugendlichen an die EntscheidungsträgerInnen sowie wiederum Feedback der PolitikerInnen darüber an die Jugendlichen zu bringen. In Workshops in Österreichs Schulen wurde den Jugendlichen das Thema EU-Politik und Online-Beteiligung vermittelt und dann immer ein Thema aufbearbeitet und online diskutiert. Bei Registrierung (über Facebook oder mit E-Mail-Adresse) kann man übrigens auch ein iPad Mini gewinnen :-) Wer sich jung fühlt, ist herzlich eingeladen, mitzudiskutieren und abzustimmen: joinourspace.eu. Auffällig ist, dass umso mehr diskutiert wird, je mehr Problemstellungen es in einem Land gibt (zum Beispiel in Griechenland, an der Plattform beteiligen sich vier Länder).

2. Joachim Hackl & Thomas Amann: Siedler*innen von Cagran

Spielerische Methoden in kooperativen Planungsprozessen IMG_9234Slot E 14.40-15.25 Ausgehend vom Verhandlungsraum der Copa Cagrana wurde Planen als sozialer Prozess betrachtet. Dazu wurden SportlerInnen, FischerInnen, Night Life KonsumentInnen usw. in ein Setting involviert, bei dem Sie auf einem digitalen Spielfeld der Copa Cagrana mit Spielsteinen ihre Wege nachzeichneten und mit vorherigen SpielerInnen in Interaktion traten.
Ziel des Projekts war es durch den niederschwelligen Spielansatz Menschen in den Beteiligungsprozess hereinzuholen, bevor das politisch administrative System in Kraft tritt und es den Beteiligten zu ermöglichen mit gleichen Voraussetzungen einzusteigen. In diesem Beteiligungsprozess sollten:

  • Machtstrukturen durch einen gemeinsamen Startpunkt relativiert werden
  • freiwilige Beteiligung vorherrschen
  • zukunftsorientiertes Handeln ermöglicht werden
  • Konflikte zugelassen werden.

SpieltheoretikerInnen setzen sich mit diesen Themen auseinander – Spiel ist demnach als eine Handlung definiert, die alle diese Dinge integriert hat (z.B. Motivation, Freiwilligkeit etc.). Um dies auf Partizipation umlegen zu können, muss das Instrument für Partizipation ein möglichst niederschwelliges Medium sein, das Alt und Jung also gleichermaßen integrieren kann. Die Arbeitsweise in der Spieleentwicklung sieht Feedbackloops vor. Das Spiel zur Planung der Copa Cagrana wurde in dieser Session vorgestellt. Hier können auch verschiedene Programme verteilt werden (je nach Interessensgebiet der User). Anfangs konnten die Spieler mit dem Abstraktionslevel nichts anfangen, es brauchte daher sehr konkrete Begriffe, die aus den durchgeführten Umfragen herangezogen wurden. Wichtig war, nicht direkt aus dem Architektenkontext heraus zu arbeiten, um die Niederschwelligkeit zu sichern. Für eine Neuauflage des Spiels soll ein konkreter Platz gewählt werden.

3. Thomas Thurner: Data Literacy

Slot F 15:30 – 16:15 Unter schoolofdata.at finden sich alle Informationen zu den Kursen für EntwicklerInnen, JournalistInnen, EntscheiderInnen und viele mehr. Das Projekt durchläuft gerade ein Pioniersemester. Viele Menschen verwenden open data, ohne sich dessen bewusst zu sein. Auf dieser Basis könnte eine Bewusstseinsänderung stattfinden, auf deren Grundlage z.B. auch kleinere Angebote (Abend/Tageskurse) nachgefragt werden könnten. Auch auf EU-Ebene gibt es eine Initiative namens Join.up, die ebenso Kursunterlagen zu Open Data entwickelt haben. Herzlichen Dank an alle Beteiligten, die dieses Gov2.0Camp Vienna so schnell verfliegen haben lassen – was ja meist ein gutes, kurzweiliges Zeichen ist :-)