Du durchsuchst gerade das Monatsarchiv für den Dezember 2011.
Digital.leben, Mittwoch, 7. Dezember 2011, 16:55 Uhr, Ö1 und Matrix, Sonntag, 11. Dezember 2011, 22:30 Uhr / 7 Tage Ö1 zum Radionachschauen.
Vielen Dank an Ulla Ebner für den Radiobericht und ihre Blog Zusammenfassung.
Due to authors’ requests, we extended the submission deadline for CeDEM12 until 16 January 2012. We kindly invite you to submit a paper to one of the tracks listed below. We hope that this extension gives authors enough time to use all their creativity for their papers (cf. video).
Call for Papers
In modern democracies, people are to be empowered by means of information and communication technologies. Transparency and access to data, new ways of interacting with government and democratic institutions cause profound changes in society. Social media and the new forms of societal behaviour, including content generation, collaboration and sharing as well as network organisation change our understanding of politics and business. Governmental and private internet services have increased the citizens’ independence and flexibility. However, enthusiastic ideas and projects often failed to produce the expected results as technology is only the basis for new forms of organisation and interaction. CeDEM12 seeks to critically analyse present and future developments in e-democracy and open government. CeDEM12 presents the following tracks:
In diesem Thread findet ihr meine Aufzeichnungen der Nachmittags-Sessions des Government 2.0-Camps.
Vergessen im Internet (Ralf Lesser)
Inspirationsfrage zur Themeneingrenzung: Wie wirkt es sich eigentlich auf unsere Gesellschaft aus, dass das Internet nichts vergisst und sich das Verhältnis von Erinnern und Vergessen sich grundlegend wandelt?
Die Session wurde zu Beginn eingegrenzt (je nachdem, worüber die TeilnehmerInnen diskutieren wollten). Als da wären:
- Das Löschen einzelner Daten
- Findet man mit Erinnern und Vergessen überhaupt den richtigen Punkt? Die neue Dimension ist eher das Auffinden als das Vergessen – Gespeichert wurden die Informationen ja schon vorher.
- Wie wirken sich diese Veränderungen auf die Gesellschaft aus?
Grundsätzlich erhöht sich die Menge der Publikationen und ebenso die Speicherbarkeit. Daten im Zugriff zu halten und immer laufend neu zu kopieren ist ein Problem des Archivs. Spannend ist wohl, welches Vergessen wir eigentlich meinen, weil die Archivierung ohnehin passiert (das Internet archiviert sich gewissermaßen selbst). Vergisst nicht aber jedes Medium nicht? Das Internet vergisst auch insofern, weil gewisse Dinge nicht mehr verlinkt und dann nicht mehr als relevant wahrgenommen werden. Worin unterscheidet sich aber der Vergessensprozess im Internet zu jenen, die wir von früher her kennen? Vielleicht lässt sich Publizieren in Büchern auch mit dem Publizieren in wissenschaftlichen Journalen vergleichen – was zitiert wird, ist aktiv im Erinnerungsvermögen vorhanden.
Open Government, Gesetzgebung und Selbstregulierung
Integration von gesellschaftlichen Akteuren in die politische Entscheidungsfindung
Aktuell ist zu beobachten, dass die Politik gerade im Zusammenhang mit netzpolitischen Fragen immer wieder auf den Erlass gesetzlicher Regelungen verzichtet und stattdessen Selbstregulierungsinitiativen ins Leben ruft oder unterstützt. So führte etwa die im Sommer letzten Jahres in Deutschland entfachte Debatte um Google Street View nicht zu neuen Gesetzen, sondern zur Unterzeichnung des „Datenschutz-Kodex für Geodatendienste“ durch die Wirtschaft. Erst vor kurzem hat das Bundesministerium des Innern in Berlin die Entwicklung eines allgemeinen Kodex für soziale Netzwerke angestoßen. Auch in Österreich ist Selbstregulierung ein aktuelles Thema, das beispielsweise im Zusammenhang mit dem Presserat sehr intensiv erörtert worden ist.
Als letzte Donnerstagsveranstaltung im Rahmen der Ausstellung “Die Stadt ist uns nicht egal” wurde das Thema aufgegriffen, wie virtuelle Gemeinschaften und ihre Rolle bei Beteiligungs- und Demokratisierungsprozessen aussehen. Wie erzeugen StädterInnen Netzwerke, in denen sie Solidarität wieder finden oder neu erfinden? Welche Rolle spielen dabei neue Medien Medien? Wie sieht Partizipation in einer virtuellen Welt aus und welche Auswirkungen auf urbane Demokratisierungsprozesse sind zu erwarten?
Wir, das Podium, hofften darauf, auf diese vielen Fragen auch ein paar passende Antworten zu finden. Ich durfte mit einer Präsentation zur Frage der Demokratisierung durch Technologisierung den Start machen; dabei wiedereinmal geschafft, in 20 Minuten 40 Folien zu präsentieren – beinahe deshalb, weil ich zwischenzeitlich als zu schnell eingebremst wurde
(sollte mal trainieren langsamer zu reden
).
Nachfolgend noch die Folien und eine Zusammenfassung der Inhalte.




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